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"Sport-Wirtschafts-Gala "Emotion 2017" ansehen:

Impressionen von der Emotion 2017

 

In diesem Jahr fand die Sport-Wirtschafts-Gala "Emotion 2017" in Kooperation mit den NOZ MEDIEN, die Sporthilfe Emsland und dem Wirtschaftsverband Emsland am 06. März 2017 in Lingen statt.

Kraftsportler Dominik Pahl wurde bei der Sport-Wirtschafts-Gala in Lingen als emsländische Sportpersönlichkeit 2016 geehrt. Ruderer Jan Hennecke nahm den Preis als Nachwuchssportler entgegen, die Drittliga-Volleyballerinnen des SC Spelle-Venhaus stellen die Mannschaft des Jahres.

„Wir werden sicherlich nicht enttäuscht“, kündigte Landrat Reinhard Winter, der zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Sporthilfe Emsland ist, in seinem Grußwort an – er sollte recht behalten. Emotionen, interessante Gespräche und beeindruckende Show-Acts auf der Bühne zogen sich durch den Montagabend in Lingen.

Winter hob einmal mehr hervor, welche Bedeutung der Sport in der Region hat. „Der Sport bleibt natürlich die Hauptsache des Abends“, betonte der Landrat mit Blick auf die Ehrungen in den drei Kategorien Nachwuchssportler, Mannschaft und Sportpersönlichkeit.

Auf die Bedeutung des Standortes Emsland für die NOZ Medien, die in diesem Jahr als Hauptsponsor auftraten, machte der Chefredakteur Ralf Geisenhanslüke aufmerksam: „Wir haben allgemein den Standort ausgebaut.“ Maria Borgmann als Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Emsland betonte zudem, dass der Sport eine wichtige Stellschraube ist, denn die regionalen Athleten sind „schöne Multiplikatoren“, sagte Borgmann.

„Je länger es her ist, desto besser fühlt es sich an“, berichtete die Lingener Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski mit Blick auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im vergangenen Jahr. Stolz hielt sie im Gespräch mit Moderator Hermann-Josef Mammes die Silbermedaille in den Händen. „Es war ein abnormaler Moment auf dem Podest“, erinnert sich Krajewski an die „turbulente“ Zeit in Südamerika. „Ich habe in den zehn Tagen alle Emotionen durchgemacht.“ Besonders betonte sie die Herzlichkeit, mit der sie nach den kräftezehrenden Olympischen Spielen im Emsland empfangen wurde.

Besonders knapp war der Ausgang der Wahl bei den Nachwuchssportlern. Am Ende lag Ruderer Jan Hennecke von der Lingener Rudergesellschaft eine Bootsspitze vorn und folgte auf Vorjahressiegerin Amelie-Christin Janßen. Hinter der Tennisspielerin aus Werlte hatte Hennecke im Vorjahr noch den zweiten Platz belegt.

„Ich freue mich riesig, dass ich nach dem letzten Jahr den Pokal bekommen habe“, zeigte sich Hennecke erleichtert, nachdem der 18-Jährige die Gratulationen entgegengenommen hatte. Aber grundsätzlich sei schon die Nominierung eine Ehre, ergänzte er. Als Henneckes Name verkündet wurde, lächelte er zunächst etwas verlegen. Sekunden später löste sich die Anspannung beim Nachwuchssportler, der in den nächsten Wochen am Franziskusgymnasium in Lingen sein Abitur macht.

Geballte Fäuste, Jubelschreie und sogar Tränen – die Drittliga-Volleyballerinnen des SC Spelle-Venhaus waren begeistert. Ein Jubelschrei, gefolgt von zahlreichen Umarmungen, gab es auf der Bühne zu hören beziehungsweise zu sehen.

„Wir wollten hier hinfahren und dieses Mal den Titel holen“, sagte Spelles Diagonalangreiferin Luisa Berger nach der geglückten Mission. Bereits vor zwei Jahren war das Team nominiert gewesen. Nun hielt es also die Sport-Oscars in den Händen. Aktuell läuft es für den Drittliga-Aufsteiger sportlich nicht allzu gut. Der direkte Abstieg droht. Am Montagabend waren diese Sorgen vergessen. „Fünf, vier, drei, zwei, eins...hey, hey, hey“, schrie Berger durch das Mikrofon. Auf die Frage, ob eine lange Nacht bevorstehen würde, antwortete sie mit einem Grinsen: „Oh ja!“

„Ich bin sprachlos. Ich bin noch überwältigt.“ Kraftsportler Dominik Pahl benötigte ein paar Sekunden, um nach der Auszeichnung als emsländische Sportpersönlichkeit 2016 erst einmal tief durchzuatmen.

Dabei hat der 24-Jährige vom TV Papenburg schon Erfahrung: Er war nach 2010 als Nachwuchssportler und 2013 bereits zum dritten Mal nominiert. „Natürlich hofft man immer“, stellte Pahl fest. Er hatte viel Werbung über die sozialen Netzwerke gemacht. „Das hat sich ausgezahlt“, war er sicher.

Die Nervosität bei der Beantwortung der Fragen nach der Auszeichnung spürte Pahl nur selbst. „Ich hatte schweißnasse Hände“, gestand er. „Das ist ja nicht alltäglich.“ Für ein Raunen sorgte sein Ernährungsplan: 6000 bis 6500 Kilokalorien braucht der Kraftsportler, der Koch gelernt hat.

Quelle: NOZ, 07.03.2017
Text: Dieter Kremer, Uli Mentrup, Kim Patrick von Harling
Foto: Werner Scholz