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Praxistage des Schulzentrums Hasetal kommen gut an!

Schüler hospitieren bei der Schulte GmbH



Einen Tag durften Oliver (3. v. l.) und Janik (5. v. l.) bei der Schulte Bauunternehmung GmbH in Haselünne mitarbeiten.

Für die zwei Siebtklässler Janik und Oliver des Schulzentrums Hasetal begann der Arbeitstag bei dem Bauunternehmen Schulte GmbH in Haselünne morgens früh um sieben Uhr. Eine für sie in Schulzeiten keine ungewohnte Zeit. Das Motiv, für einen Tag bei dem Bauunternehmer zu hospitieren und den Beruf des Maurers kennenzulernen, war klar: „Alles, nur kein Schreibtisch“, beantwortete Oliver die Frage, warum er sich für das Berufsbild entschieden habe.

Die beiden Jungs sind eine Ausnahme, denn die Zahl der Bewerber im Berufsbild „Maurer“ ist nicht mehr so stark, wie sie mal war. Dies hängt für Geschäftsführer Ralf Schulte von vielen Faktoren ab, auch ist das Image des Maurerberufes nicht mehr so, wie es früher einmal war. „Dabei handelt es sich bei den Ausbildungsberufen Maurer und Zimmermann um durchaus anspruchsvolle Ausbildungsberufe“, so Schulte. „Der Bau bietet sehr gute Verdienst- und Karrieremöglichkeiten, so verdient ein Auszubildender mit Beginn des 2. Lehrjahres im Unternehmen brutto 1.1115 Euro“, führt Andrea Wemhoff, Prokuristin bei der Schulte GmbH aus. „Wir müssen jedoch auch verstärkt an der Lobby des Baugewerbes arbeiten und vor allem die Eltern bei der Berufsorientierung der Jugendlichen mit im Blick haben“, so Wemhoff weiter.

Die Eltern in ihrer Rolle als Berater und Multiplikatoren zu nutzen, empfehlen auch die Schulleiterin Francoise Economides-Fincke und Simone Weß, Fachbereichsleiterin AWT und Koordinatorin der Praxistage an der Schule.

„Die Jugendlichen nehmen die Eindrücke, die sie im Rahmen der Praxistage von Ausbildungsbetrieben und –berufen gesammelt haben, mit nach Hause und besprechen diese mit ihren Eltern und Freunden“, weiß Weß zu berichten. Für die Schule sind die Praxistage daher ein wichtiges Instrument der Berufsorientierung. Zum fünften Mal haben die Schüler und Schülerinnen der 7. Klassen die Gelegenheit, sich an fünf Tagen in fünf Unternehmen über Berufsbilder zu informieren. Für Mechtild Weßling, Projektleiterin beim Wirtschaftsverband Emsland e. V., und Horst Hagemann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Emsland Mitte-Süd, ein unverzichtbares Instrument. „Das Projekt der Schule ist vorbildlich. Wir brauchen viel mehr Gelegenheiten, in denen die Jugendlichen so viele Informationen in nur einer Woche über Ausbildungsinhalte sammeln können“, so Weßling. Für beide Seiten, die Jugendlichen als auch die Unternehmen, seien die Praxistage ein Gewinn. Daher unterstützen der Wirtschaftsverband und die Kreishandwerkerschaft Emsland Mitte-Süd das Projekt auch weiterhin.

Quelle:
Text und Foto: Wirtschaftsverband Emsland 20.06.2016