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Neue Fördermöglichkeiten bei beruflicher Weiterbildung

Arbeitsvermittler Hubert Veenker informierte im Rahmen der Emsland-Akademie



Die Emsland Akademie informierte über neue Fördermöglichkeiten für Arbeitnehmer. (v.l. Norbert Verst (Wirtschaftsverband Emsland e.V.), Arbeitsvermittler Hubert Veenker und Teilnehmer).

Seit dem ersten Januar 2019 gibt es neue Weiterbildungsfördermöglichkeiten für Beschäftigte über die Agentur für Arbeit.  Das Beschäftigungsprogramm in seiner neuen Fassung richtet sich an gering qualifizierte und sonstige Mitarbeiter in Unternehmen. Über Möglichkeiten diese Mitarbeiter zu fördern, informierte der Arbeitsvermittler und Qualifizierungsberater der Agentur für Arbeit aus Papenburg, Hubert Veenker, im Rahmen einer Veranstaltung der Emsland-Akademie des Wirtschaftsverbandes Emsland in den Räumen der Firma Westermann in Meppen.

„Unternehmen, die lieber auf Weiterbildung eines bewährten Mitarbeiters setzen, als auf dem Markt nach neuen Kräften zu suchen, können sich von der Agentur für Arbeit fördern lassen“, so Veenker. Hierbei unterscheide das Förderprogramm zwischen geringqualifizierten Beschäftigte, also Mitarbeiter auf Helferebene und sonstigen Beschäftigten Mitarbeitern mit einer Ausbildung. „Möchte ein Unternehmer zum Beispiel einen ungelernten Lagerhelfer zur Fachkraft für Lagerlogistik ausbilden, übernimmt die Agentur 100 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 50 Prozent des Bruttoarbeitslohnes“, so Veenker.

Eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Das Unternehmen kann mit geringem Aufwand einen bewährten Mitarbeiter qualifizieren, und der Mitarbeiter hat durch die Ausbildung keine Einkommenseinbußen. „Dies soll beide Parteien motivieren, auf Qualifikation zu setzten“, so Veenker.

Allerdings sollte die Qualifikationsmaßnahme laut dem Arbeitsvermittler mehr als 160 Stunden in Anspruch nehmen und mit einem Zertifikat abgeschlossen werden.

Ebenfalls neu bei dem Beschäftigungsprogramm ist die Förderung von Mitarbeitern, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben. Zum Beispiel die Umschulung von einem Lageristen zum LKW-Fahrer. Allerdings müsse der erste Berufsabschluss in der Regel mindestens vier Jahre zurückliegen. Die Übernahme der Lehrgangs- oder Ausbildungskosten hängt hierbei von der Größe des Unternehmens ab.
Bei Unternehmen mit 10 bis 249 Mitarbeitern übernimmt die Agentur zum Beispiel 50 Prozent der Ausbildungskosten. Auch hier muss die Qualifizierungsmaßnahme mehr als 160 Stunden betragen. Neben einem bereits vorhandenen Arbeitsvertrag müsse zusätzlich noch ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen werden.

Für Veenker ist das Beschäftigungsprogramm ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

„Millionen Euro von Fördergeldern werden von Unternehmen nicht abgerufen, dabei sind diese eine gute Möglichkeit, Mitarbeiter zu qualifizieren“, sagt Veenker. Die Unternehmen sollten sich nicht scheuen, den Kontakt zur Agentur für Arbeit aufzunehmen.


Quelle:
Text und Foto: Wirtschaftsverband Emsland, 26.02.2019