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Mit guter Anleitung aufs internationale Parkett

Das "Cross-Border-Talent-Projekt" startet die erste Umsetzungsphase



Das Team von „Cross Border Talent“ auf dem Campus Lingen setzt sich aus (von links) Prof. Guido Patek, Juliane Weßling, Lena Diesch, Prof. Thorsten Litfin und Prof. Gunther Meeh-Bunse zusammen. Foto: Hochschule Osnabrück

Es muss nicht immer Australien, Amerika oder Bali sein – wer im Rahmen des Studiums internationale Erfahrungen sammeln möchte, hat in Lingen hervorragende Möglichkeiten sprichwörtlich direkt vor der Haustür.

Das Projekt „Cross Border Talent“ möchte den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Studierenden und Unternehmen stärken. Ohne weite Reise, stattdessen mit einem hochwertigen Begleitprogramm, können Studierende über den Tellerrand blicken und ihre interkulturellen Kompetenzen schärfen.

Das Angebot besteht darin, dass junge Menschen im letzten Abschnitt ihres Studiums das Verfassen ihrer Abschlussarbeit mit der praktischen Arbeit in einem Unternehmen in der Grenzregion verbinden. Deutsche Studierende werden an niederländische Unternehmen vermittelt und umgekehrt. Finanziell unterstützt wird das Programm von der Europäischen Union und den Interreg- Partnern. Um auch in der Praxis tätig zu werden, bleiben die Studierenden nach Abgabe ihrer Abschlussarbeit für ein sechsmonatiges Traineeprogramm im Unternehmen.

„Neben der Möglichkeit, grenzübergreifende Erfahrungen zu sammeln, ist das Programm auch eine ideale Vorbereitung auf den Berufseinstieg“, beschreibt Guido Patek, Projektleiter und Professor für Rechnungswesen und Steuern auf dem Campus Lingen das Projekt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen mit Nachweisen über erste Berufserfahrungen im Ausland. Nebenbei lernt man Land, Kultur und Sprache bei einem einjährigen Projektaufenthalt sehr viel besser kennen.

Gemeinsam mit Patek vertreten die Professoren Gunther Meeh-Bunse und Thorsten Litfin das Projekt auf dem Campus Lingen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Juliane Weßling und Pieter Alexander de Weerd sind am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück die Schnittstelle zwischen Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und Studierenden. Sie sind erste Ansprechpartner für Interessierte und begleiten den gesamten Bewerbungsprozess: „Nach einer schriftlichen Bewerbung und einem ersten Gespräch wurde für mich ein passendes Unternehmen gesucht. Alles ging sehr schnell und unkompliziert, sodass ich bald mein erstes Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen in Holland habe“, beschreibt Lena Diesch, die im Rahmen von „Cross Border Talent“ ihre Bachelorarbeit schreiben möchte. Die Kommunikationsmanagement-Studentin ist begeistert von dem Projekt: „‚Cross Border Talent‘ bietet mir die Möglichkeit, mit einer zuverlässigen Begleitung erste Schritte auf internationalem Parkett zu wagen.“

Die Idee für das Projekt stammt von der Saxion University of Applied Science in den Niederlanden. In Deutschland beteiligen sich die Fachhochschule Münster, die Hochschule Osnabrück sowie der Wirtschaftsverband Emsland und die Wirtschaftsförderung Landkreis Grafschaft Bentheim. Ziel des Projektes ist es, im Rahmen der vierjährigen Laufzeit insgesamt mindestens 80 deutsche und niederländische Studierende zu vermitteln. Der Einsatz für die Studierenden des Abschlussjahrgangs 2018 beginnt in den Unternehmen im März 2018. „Der besondere Charme des Projektes liegt darin, mit unserem vielseitigen Programm den internationalen Erfahrungshorizont zu erweitern und das Zusammenwachsen der Regionen zu fördern“, fasst es Patek zusammen und freut sich auf die ersten Erfahrungsberichte der Projektteilnehmer vom Campus Lingen.


Quelle:
NOZ, 04.01.2018