Unser Verband steht für...

„...effektive Lobbyarbeit“

Albert Schneider, Geschäftsführer Schneider Dach Fassade Abdichtungen GmbH

News

Lernpartnerschaft schafft Perspektiven

Die Lernpartnerschaften des Wirtschaftsverbands Emsland e. V. sind eines dieser Projekte, die den Kontakt zwischen regionalen Unternehmen und Schulen herstellen.



Unterzeichnung des Kooperationsvertrages für die Lernpartnerschaft der Bauunternehmung August Mainka, der Oberschule Lengerich und des Wirtschaftsverbands Emsland.

Warum zögern Jugendliche bei der Wahl einer Ausbildung oder eines Berufes, wenn ihre Aussichten auf einen Arbeitsplatz so gut wie noch nie sind? Die Antwort auf diese Frage kennen Dr. Andreas Mainka, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bauunternehmung August Mainka, und Bernd Esders, Leiter des Arbeitskreises Bildung des Wirtschaftsverbands Emsland e. V.. Viele Jugendliche wissen oft noch gar nicht, was sie in der Arbeitswelt erwartet und sind dementsprechend unsicher in ihrer Berufswahl. Hier müsse mit konkreten Projekten angesetzt und den Jugendlichen Perspektiven aufgezeigt werden, so Esders.

Die Lernpartnerschaften des Wirtschaftsverbands Emsland e. V. sind eines dieser Projekte, die den Kontakt zwischen regionalen Unternehmen und Schulen herstellen. In der Bauunternehmung August Mainka unterzeichneten Dr. Andreas Mainka, Bernd Esders als Arbeitskreisleiter Bildung und Günter Uchtmann, Schulleiter der Oberschule Lengerich, den Vertrag zu einer Lernpartnerschaft. Gemeinsam wollen die Partner einen weiteren Schritt gehen. Für Mainka ist das bereits die 4. Lernpartnerschaft, die sie mit einer Schule eingegangen ist. „Lernpartnerschaften sind von innen betrachtet immer gut und lohnen sich“, sagt Dr. Andreas Mainka. „Bei den Kollegen nehmen sie einen besonderen Stellenwert ein, denn im Alltag haben Unternehmen und Schule sonst nur wenige Berührungspunkte.“ Die Maßnahmen und Projekte der Zusammenarbeit müssen dabei nicht kompliziert sein. „Wir hatten auch schon Schüler bei uns, die einfach einmal sehen wollten, wie Beton aushärtet“, berichtet Martin Deters, Personalleiter bei Mainka. „Am Telefon haben wir einen Termin vereinbart, die nötigen Materialen bereitgestellt und schon konnten die Schüler Beton in Blumenkästen gießen.“

Praktika und andere berufsorientierende Maßnahmen sind für beide Partner ein Zugewinn. Ein persönlicher Kontakt kann den Jugendlichen nicht nur in seiner Berufswahl unterstützen, sondern bietet dem Unternehmen auch eine Plattform, um sich dem Nachwuchs zu präsentieren. „Schüler können häufig nicht allzu viel mit der Baubranche anfangen, getreu dem Motto: hast du denn sonst nichts gefunden?“, führt Mainka weiter an. „Das bedeutet für uns als Bauunternehmen, unser Image frühzeitig zu beeinflussen. Auch auf dem Bau hat die Digitalisierung Einzug gehalten. So nutzen wir beispielsweise Apps zur Dokumentation unserer Arbeit. Projekte wie das Bau ABC, das von Mainka initiiert wurde, begegnen den Jugendlichen auf Augenhöhe. „Viele unserer Schüler haben Berührungsängste, wenn ihnen Unternehmensvertreter auf Messen gegenüberstehen“, unterstreicht Carmen Höveler, Didaktische Leitung der Oberschule Lengerich. „Die Lernpartnerschaften geben ihnen die Möglichkeit, erste persönliche Kontakte aufzubauen und durch Praxistage einen Einblick in das Unternehmen zu bekommen.“ Bei Mainka haben sich schon zwei interessierte Schüler gemeldet.

Der Arbeitskreis Bildung zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den Lernpartnerschaften, die nun auf insgesamt 34 anwachsen. Projektleiterin Mechtild Weßling betont das Netzwerk der Lernpartnerschaften untereinander, das für Kontinuität, Austausch und Weiterentwicklung stehe. „Auch wenn im Emsland eine niedrige Arbeitslosenquote herrscht, wollen wir nicht vom Gas gehen, sondern in Punkto Bildung weiter Gas geben, ergänzt Arbeitskreisleiter Bernd Esders.

Quelle:
Wirtschaftsverband Emsland, August 2017