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Gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Haselünne

Stammtisch des Wirtschaftsverbandes Emsland informierte sich über die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Haselünne



Beim Stammtisch Haselünne des Wirtschaftsverband Emsland informierten sich die Mitglieder unter anderem über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Stadt Haselünne.

Der Wirtschaftsstandort Haselünne bietet gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Bürger und Unternehmen. Das war eine der Kernaussagen von Bürgermeister Werner Schräer bei dem Stammtisch Haselünne/Herzlake des Wirtschaftsverbandes Emsland im Haselünner Rathaus.

Mit einer Einwohnerzahl von 14.105 und einer Geburtenanzahl in Höhe
von 121 im Jahr 2018 steht die Stadt an der Hase im Vergleich zu
anderen Städten gut da. Auch die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hat sich laut Angaben des Bürgermeisters in Folge auf
4.126 Menschen erhöht. Eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahme sei
der Ausbau der Breitbandversorgung im Emsland. Seit 2018 werde hieran gearbeitet. Von der Gesamtinvestition in Höhe von 58 Millionen Euro
müssen Landkreis sowie Städte und Gemeinden rund 35 Millionen Euro beitragen. 50 Prozent der Summe müssen die Städte und Gemeinden aufbringen. Für Haselünne bedeutet dies eine Investition von 576.500 Euro
in zwei Jahren. „Der Ausbau des Breitbandnetzes kommt auch den
Unternehmen in Haselünne zu Gute“, so Schräer. Parallel zu diesen
infrastrukturellen Maßnahmen werden zusätzliche Gewerbeflächen in den
Gewerbegebieten Flechum, Hammer Tannen und am Schullenriedengraben
ausgewiesen. Insgesamt stünden so für Unternehmensansiedelung oder -erweiterung rund 22,7 Hektar zur Verfügung.

Gleichzeitig werden auch neue Baugebiete an der Bödíker Straße, in Lohe,
Andrup und Eltern bereitgestellt. Dass die Haselünner Wirtschaft sich positiv
entwickelt, zeigte Schräer an den Beispielen der Erweiterung des Unter-
nehmens Vehmeyer und am Neubau des Unternehmens M+S Fensterbau.

Das Thema Fachkräftegewinnung stand beim Stammtischvorsitzenden
Dieter Barlage im Vordergrund. Er stellte einige Maßnahmen des
Wirtschaftsverbandes besonders vor. So zum Beispiel das seit fünf Jahre
laufende Projekt „Emsland Stipendium“. „Wir verzeichnen bei diesem Projekt
eine große Resonanz bei Unternehmen und Studierenden und haben die
Emsland Stipendien als bundesweit einzigartiges Projekt fest etabliert“, so Barlage. Heute erhalten 46 Studierende Stipendien von 32 Stiftern. Tendenz steigend. Eine neue Runde startet im Herbst 2019.

Einen unkonventionellen Weg geht der Verband auch in der Fach-
kräfteakquise. So reiste eine Delegation des Wirtschaftsverbandes im
Sommer 2018 nach Paraguay und stellten rund 500 deutschstämmigen
Schülerinnen und Schülern von neun Schulen die beruflichen Perspektiven
im Emsland vor. „In den deutschsprachigen Mennoniten-Kolonien gibt es
viele motivierte Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss, die in ihrem
Heimatland kaum berufliche Perspektiven haben“, nennt Barlage die
Motivation des Wirtschaftsverbandes hier tätig zu werden. Und das mit Erfolg.

Sechs junge Menschen aus dem südamerikanischen Land starten ihre
Berufsausbildung in diesem Sommer im Emsland. Gerade solche
Veranstaltungen wie die Stammtischtreffen hätten, so Barlage, solche
Projekte erst möglich gemacht. „Die Stammtische sind ein Forum des
Austausches untereinander und so manche gute Idee ist hier entstanden“, ist
Barlage überzeugt. Als Beispiel nannte er die Lernpartnerschaften, die
zunächst in einem Modellprojekt in Haselünne/Herzlake realisiert wurden.
Auch diese Idee zur einer engen Kooperation zwischen Unternehmen und
Schulen, sei bei einem Stammtisch entstanden.


Quelle:
Wirtschaftsverband Emsland