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„...eine Vereinigung zum Wohle des Emslandes“

Jürgen Hölscher, Vorstandsmitglied der Volksbank Lingen eG

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Gute Konditionen für Fachkräfte

Wirtschaftsverband Emsland rührt Werbetrommel



Der Geschäftsführende Vorstand des Wirtschaftsverbandes Emsland stellte Ziele 2018 vor: (v.l.): Norbert Verst, Hermann Paus, Alfons Veer, Maria Borgmann, Mechtild Weßling, Landrat Reinhard Winter, Dr. Andreas Mainka und Bernd Knipper

Das Emsland bietet Fachkräften in vielerlei Hinsicht sehr gute Bedingungen. Das hat der Vorstand des Wirtschaftsverbandes Emsland in einem Pressegespräch hervorgehoben.
Wie Alfons Veer am Freitag in Meppen sagte, zahlten viele emsländische Unternehmen im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen „gute Gehälter“. Vorsitzende Maria Borgmann hob die weiteren Vorzüge hervor. Die Angebote reichten vom Homeoffice bis hin zur Gesundheitsvorsorge. Für Andreas Mainka zeichneten sich emsländische Betriebe zudem durch „flache Hierarchien“ aus. Dadurch würden die „hochmodernen Unternehmen“ für Fachkräfte noch attraktiver.

Landrat Reinhard Winter nannte weitere Vorteile: So gebe es ein sehr breites und preisgünstiges Angebot an Krippen- und Kitaplätzen. Weiter besäßen 81 Prozent der Emsländer eine eigene Immobilie. Gleichwohl sieht er hier gerade Kommunen wie Meppen und Lingen in der Pflicht. Sie müssten weiterhin ausreichend kostengünstiges Bauland vorhalten.

Der Wirtschaftsverband Emsland hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vorzüge der Region noch stärker herauszustellen, um bei einer Erwerbslosenquote von 2,6 Prozent weitere Fachkräfte in die Region zu locken. „Gemeinsam mit dem Landkreis werden wir die Kampagne „Zuhause bei den Machern“ vorantreiben“, sagte Maria Borgmann. Ziel sei es, gerade aus dem Ruhrgebiet Fachkräfte ins Emsland zu locken. Die Kampagne soll die Stärken der Region präsentieren. Eine Informationsveranstaltung zur Werbeaktion findet am 26. Februar ab 17 Uhr im Kreishaus in Meppen statt.

Auch in Zukunft plant der Wirtschaftsverband jedoch in Kooperation mit Schulen und Hochschulen konkrete Projekte. Die Palette reicht von Lernpartnerschaften zwischen Schulen und Betrieben, dem MinT-Vorhaben (Mädchen in Technik) bis hin zu den Emsland-Stipendien.

Wie nötig es ist, junge Menschen von den Vorzügen einer beruflichen Ausbildung zu überzeugen, zeigt die Befragung des Wirtschaftsverbandes. Nur jeder zehnte emsländische Schüler startet nach Abschluss der Haupt- und Realschule direkt eine Ausbildung. „Dieser dramatische Entwicklung gilt es zu begegnen.“ Vorstandsmitglied Bernd Knipper weiß aus persönlichen Gesprächen, dass es oft die Eltern sind, die ihre Kinder von der berufliche Ausbildung abraten. Grund sei oftmals, dass die Vorstellungen vom Berufsalltag zum Beispiel eines Maurers völlig überholt und antiquiert seien. Aber auch an den Gymnasien wirbt der Wirtschaftsverband gezielt für eine berufliche Ausbildung.

Ganz neu ist ein weiteres Vorhaben. Dabei sollen ausländische Heranwachsende für eine Ausbildung im Emsland angeworben werden. Konkret geht es um Jugendliche aus Paraguay. In dem südamerikanischen Land gebe es viele Menschen mit deutschen Wurzeln, die bis heute sehr gut deutsch sprächen. „Einige haben wir kennengelernt und mit ihnen sogar plattdeutsch geredet“, berichtet Maria Borgmann.

Weiterhin unterstützen will der Wirtschaftsverband den Förderverein Pro E 233. Eine gute Infrastruktur sei der Garant für eine „weitere positive wirtschaftliche Entwicklung des Emslandes“. Die schwierige Verkehrssituation auf der E 233 als zentrale West-Ost-Verbding sei nicht mehr tragbar. In Kürze würden Plakatwände entlang der Trasse aufgestellt, die auf die Vorzüge des vierspurigen Asubaus hinwiesen. Zudem sollen zum Thema Informationsveranstaltungen stattfinden. Nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes will die Mehrheit der Bevölkerung den Ausbau.

Außer der Sport-Wirtschafts-Gala am 05. März in Haren findet in diesem Jahr als weitere Großveranstaltung des Wirtschaftsverbandes Emsland die Verleihung des Emsländischen Unternehmenspreises am 23. September in Surwold bei der Firma Brandschutztore Jansen statt.


Quelle:
NOZ, 27.01.2018
Text und Foto: Hermann-Josef Mammes