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Ludwig Jansen, Geschäftsführer Jansen Brandschutz GmbH & Co. KG

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Gefährdungen erkennen und beurteilen

Seminar der Emsland-Akademie informierte über Arbeitsschutz



„Arbeitsschutz ist im Betrieb ein nicht zu vernachlässigendes Thema – egal ob Ihr Unternehmen zwei oder 500 Mitarbeiter beschäftigt. Nach § 5 Arbeitssicherheitsgesetz ist jedes Unternehmen verpflichtet, mindestens eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu stellen“, eröffnete Hardy Stricker von der Nüsse GmbH den eintägigen Workshop der Emsland-Akademie.

Sieben Teilnehmer informierten sich bei Hardy Stricker über Vorgehensweisen zur Erkennung und Beurteilung von Gefährdungen am Arbeitsplatz. Ob Lärm, Stress, Gefahrstoffe, Stäube, schlechte Beleuchtung, ein schlechtes Betriebsklima oder auch eine Absturzgefahr bei Arbeiten in der Höhe – Risikofaktoren, denen die Beschäftigten täglich ausgesetzt werden, gibt es viele. Für Stricker ist die Erkennung und Beurteilung von Gefährdungen nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern vielmehr eine moralische Verpflichtung den Mitarbeitern gegenüber.

„Glücklicherweise ist die Zahl an schweren Arbeitsunfällen in den vergangenen 20 Jahren stark gesunken“, führt Stricker aus. Zugenommen habe jedoch die Zahl an psychisch bedingten Arbeitsausfällen – dies branchenübergreifend. „Auf die Führung, Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen gilt es seitens der Verantwortlichen ein verstärktes Augenmerk zu legen“, ist Stricker überzeugt. „Heute sind 17 Prozent aller krankheitsbedingten Arbeitsausfälle psychischer Natur“, so Stricker. Die Nüsse GmbH nimmt daher auch Gefährdungsanalysen in diesem Bereich vor. 

In der Produktion und in der Verarbeitung gehen Gefahren häufig von Maschinen und Geräten aus. Warn- und Verbotsschilder oder ähnliche Sicherheitskennzeichnungen seien hier laut Stricker ein probates Mittel der Unfallprophylaxe bzw. der Umgehung von Gefahren. In der Werkstatt der Nüsse GmbH hatten die Teilnehmer unseres Seminars die Gelegenheit, bestehenden Gefahren im Betrieb selbst auf die Spur zu kommen. Der Tenor der Unternehmensvertreter war, dass diese durch die theoretischen Anteile aber vor allem auch durch die praktische Übung einen geschulteren und gezielteren Blick für die Erkennung und Beurteilung von Gefahren erhalten hätten. „Damit haben wir das Ziel unseres Workshops erreicht“, zeigte sich Stricker am Ende des Tages zufrieden.

„Wir möchten unseren Mitgliedsunternehmen durch unsere Seminare und Workshops eine Hilfestellung für den betrieblichen Alltag mitgeben. Und der Bereich des Arbeitsschutzes ist von zentraler Bedeutung. Beachtet man ihn nicht, wird es im Ernstfall teuer. Betreibt man ihn sach- und fachgerecht, zahlt sich dies langfristig nicht nur monetär aus“, ist Pia Maria Holle, Projektleiterin beim Wirtschaftsverband Emsland überzeugt.


Quelle:
Text und Foto: Wirtschaftsverband Emsland, 24.11.2017