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Expertenkreis des Wirtschaftsverbandes Emsland informierte sich über Projektmanagement der CLAAS KGaA mbH

Ein Wachsen in kleinen Schritten führte zum Deutschen Project Excellence Award 2016



Informierten über das Projektmanagement des Landmaschinenherstellers Claas:

In den Räumen der ROSEN Gruppe in Lingen informierte Uwe Kopp, Leiter Allgemeines Projektmanagement der CLAAS KGaA mbH, die Mitglieder des Arbeitskreises Projektmanagement über die Initiierung und Verankerung des Projektmanagements beim weltweit agierenden Landmaschinenhersteller CLAAS. Das erfolgreiche Familienunternehmen mit Sitz in Harsewinkel beschäftigt 11.500 Mitarbeiter und macht einen weltweiten Umsatz von 3,8 Milliarden Euro jährlich.

Ein besonderes Augenmerk der Netzwerkveranstaltung lag auf der Vorstellung des Projektes „Erweiterung eines Werkes zur Herstellung von Landmaschinen in Krasnodar“. Dieses Projekt wurde 2016 mit dem Deutschen Project Excellence Award ausgezeichnet.

 „Projekte werden bei uns nicht mehr individuell, sondern seit 2008 nach einem standardisierten Verfahren abgearbeitet“, weiß Uwe Kopp als Erfolgsrezept zu berichten. „Sei es der Bau eines neuen Mähdreschers oder eben der Bau eines neuen Betriebsgeländes im Ausland – der Projektmanagement Standard gilt für alle Arten von Projekten, egal ob groß oder klein“.

„Die Schwierigkeit bestand zu Anfang darin, die Prozesse zu vereinheitlichen und in Roadmaps festzuschreiben“, so Kopp. „Dies gelang uns nur, indem wir unsere Kollegen als Experten zu Rate zogen“.

Firmenintern werden Trainings für die Führungskräfte und Beschäftigten im Bereich Projektmanagement durchgeführt. „Projektmanagement ist eine Haltung – da ist es wichtig, dass jeder Beschäftigte sie sich aneignet und umsetzt“, ist Kopp sich sicher. „Wir setzen mit unseren Standards die Leitplanken. Innerhalb dieser haben unsere Projektmanager relativ viel Spielraum, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen. Es sind kontrollierte Abweichungen möglich – dies setzt zum einen Vertrauen in die Beschäftigen voraus. Gleichzeitig garantiert dieses Vorgehen das Vertrauen der Beschäftigten in das Unternehmen“. So wird jedes Projekt zu einer selbstlernenden Organisation, die Wachstum und Erfolg zum Ziel hat. „Unser Vorgehen ermöglicht den Beschäftigten eine konstruktive Kreativität. Und diese ist angesichts der Hindernisse, die auch unseren Projekte durch externe Faktoren, wie kulturelle Unterschiede, Sprachprobleme, politische aber auch finanzielle Gegebenheiten ausgesetzt sind, nötig“.

In Russland sei die Besetzung von Stellen eine zentrale Herausforderung gewesen. Zurzeit stelle der digitale Wandel das Unternehmen vor große Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Zu nennen sind hier als Beispiele die Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle sowie das Führen von virtuellen Teams.

„Wir sind gekommen, um zu bleiben“ – so lautete der Leitspruch des Bauvorhabens in Krasnodar. In dem 2015 fertiggestellten Produktionsstandort können jährlich bis zu 2000 Landmaschinen produziert werden.

Die Leiter des Arbeitskreises Projektmanagement, Gerwin Ribbert, Manager Quality, Best Practice & Training am ROSEN Technology & Research Center und Prof. Dr. Frank Blümel von der Hochschule Osnabrück, sind beeindruckt: „Wir sind dankbar, dass Sie uns einen Einblick in das Projektmanagement Ihres Unternehmens gegeben haben. Von Ihnen konnten wir heute viel lernen“, äußerte sich Ribbert zufrieden.

Die nächste Arbeitskreissitzung findet im Oktober 2017 bei der Meyer Werft in Papenburg statt.