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Experten in Lingen einig: Sicherheit der Energieversorgung ist sehr gut

Verschiedene Themen rund um die Energieversorgung haben Mitglieder des AK Energie im Wirtschaftsverband Emsland im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Lingen diskutiert.



Ihre Standpunkte zur Versorgungssicherheit im Energiesektor erläuterten während einer Podiusmdiskussion im LWH Mitglieder des Wirtschaftsverbandes Emsland, Arbeitskreis Energie.

Über verschiedene Themen rund um die Energieversorgung haben Mitglieder des Arbeitskreises Energie im Wirtschaftsverbandes Emsland im Rahmen einer Podiumsdiskussion im LWH in Lingen diskutiert. Im Fokus stand dabei das Referat des Arbeitskreisvorsitzenden Stefan Engelshove: „Im Auge des Sturms: Kritische Infrastruktur und Reliabilität der Energieversorgung“.

Wilhelm Kuipers, Mitglied im Vorstand des WV, ging während seiner Begrüßungsrede auf die erneuerbaren Energien, die zu garantierende Versorgungssicherheit und den bezahlbaren Strom ein. Trotz aller nationalen und internationalen Herausforderungen und die damit verbundenen Folgen vor allem aufgrund des Klimawandels, sei die Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit in Deutschland sehr gut.

Dieses Fazit zogen nach der Podiumsdiskussion alle Experten, nachdem Stefan Engelshove, Vizepräsident Oil & Gas der Siemens AG Deutschland und Sprecher der Niederlassung Standort Osnabrück, über die „kritische Infrastruktur und Reliabilität der Energieversorgung“ in seinem Impulsvortrag verschiedene Aspekte dargelegt hatte. Martina Kruse, Leiterin der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Emsland, verwies auf den hohen und zuverlässigen Stand der emsländischen Energieversorgung. „Zu 117 Prozent können wir uns selbst versorgen, was aber kein Zurücklehnen bedeutet“, sagte sie. Das Thema Energiewende werde „immer weiter vorangetrieben“. So sei es Aufgabe von Politik und Wirtschaft, für Versorgungssicherheit zu sorgen und Spannungsschwankungen so gering wie möglich zu halten. „Wir werden nicht ruhen und uns den Herausforderungen stellen“, lautete ihre Botschaft.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Albert Stegemann bejahte die Frage von Moderator Michael Reitemeyer nach der Notwendigkeit deutscher Kapazitätsmärkte, um bei Stromausfällen durch Energievorhaltungen gerüstet zu sein. Wichtig sei die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Forschung und Entwicklung, die ideologiefrei geführt werden müsse. Alle würden stark von einer sicheren und stabilen Infrastruktur im Bereich der Energieversorgung abhängen, war auch das Credo von Georg Enneking, Leiter Netzplanung Region Ems-Vechte der Westnetz GmbH. Spätestens nach dem Schneechaos im November 2005 „sind die Versorger wachgerüttelt worden“, hätten das „Undenkbare durchdacht“ und seien jetzt mit einer „guten Infrastruktur unterwegs“.

„Fünf Megatrends“ wie Digitalisierung, Globalisierung, Urbanisierung, demografischer- und Klimawandel würden die Welt verändern, konstatierte Stefan Engelshove. Für Norbert Book, Geschäftsführer und Managementberater der ConSecur GmbH, ist Sicherheit im Netz immer eine „sehr persönliche Einschätzung“, um eine Risikobewertung und Maßnahmen vorzunehmen. Ein „Energiebarometer“ zeige, dass Spannungsunterbrechungen unter drei Minuten deutlich zugenommen hätten und somit Auswirkungen auf die Industrie mit sich brächten, sagte Juliane Hünefeld-Linkermann von der IHK.

Ralf Kuper, Leiter der Netzregion Cloppenburg/ Emsland der EWE Netz GmbH, erläuterte die Kostenfrage, die bei Störungen vor dem Hintergrund der Versorgungssicherheit entstehen. Im Kontext der kommenden Industrialisierung 4.0 stellte Engelshove die Frage: „Wieviel sind wir bereit zu bezahlen?“, die von den Podiumsteilnehmern und Gästen, darunter viele Studenten von der Fachschule Osnabrück, Campus Lingen, abschließend diskutiert wurde.


Quelle:
NOZ, 14.12.2017
Text und Foto: Johannes Franke