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Eltern sind als Berater ihrer Kinder gefragt

Diskussion des Wirtschaftsverbandes Emsland in Haselünne über Berufsorientierung



Der Stammtisch des Wirtschaftsverbandes Emsland - Haselünne/Herzlake informierte sich bei der Bödiker Oberschule über die Maßnahmen der Berufsorientierung.

Auf Einladung des Wirtschaftsverbandes Emsland und der Bödiker Oberschule trafen sich Unternehmensvertreter zum Stammtisch Haselünne/Herzlake in der Oberschule. „Wir wollen aktiv die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler unterstützen. Aus diesem Grund nehmen so viele Unternehmen an diesem Stammtischtreffen teil“, so der Leiter des Verbands-Stammtisches Haselünne/Herzlake, Dieter Barlage.

Der Schulleiter der Bödiker Oberschule, Thorsten Giertz, stellte die Angebote der Schule zur Berufsorientierung vor. „Die Tatsache, dass aus zwei Schulformen, nämlich Haupt- und Realschule eine Schule, die Oberschule wurde, stellt die Berufsorientierung vor neue Herausforderungen“, hat der Schulleiter festgestellt. Man müsse den Jugendlichen einen individuellen Zugang zur Arbeit verschaffen. Hierbei stießen die Schulen bei der praxisnahen Berufsorientierung manchmal an ihre Grenzen. Dennoch versuche die Bödiker Oberschule die Ausbildungsfähigkeit zu verbessern und eine bestmögliche individuelle Berufsorientierung und Berufsberatung zu gewährleisten.

So werden bei den Schülerinnen und Schülern eine Potenzialanalyse durchgeführt und Betriebserkundungstage, Werkstatttage im BTZ, Generationswerkstatt und Praxistage angeboten. Besonders die mit dem Wirtschaftsverband Emsland entwickelten Lernpartnerschaften zwischen der Schule und Unternehmen stünden für eine hervorragende Berufsorientierung, führte Giertz aus.

Er betonte die Verantwortung der Eltern. So weiß Giertz, dass viele Eltern ihre Sprösslinge trotz fehlender Eignung bei Gymnasien anmelden. „Jeder dritte Student bricht heute sein Studium ab und wäre zum Beispiel im Handwerk viel besser aufgehoben“, sagt Bernd Esders, Arbeitskreisleiter Bildung beim Wirtschaftsverband Emsland. Dies gelte es zu vermitteln. Hierbei könne man auf verschiedene Formate des Wirtschaftsverbandes, wie den Unternehmenskompass, zurückgreifen.

Die Chancen in den gewerblich-technischen Berufen sind sehr gut. So berichtete Dieter Barlage, dass junge Menschen mit einer solchen Ausbildung nicht selten mehr Geld verdienen, als ihre Kollegen in den Büros. „Wir müssen die Eltern überzeugen, dass es für ihre Kinder vorteilhaft sein kann, einen technisch-gewerblichen Beruf zu erlernen und sie über die verbesserten Arbeitsbedingungen informieren“, ist Barlage überzeugt. Eltern hätten einen sehr großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder. Aus diesem Grund werde gemeinsam mit der Bödiker Oberschule an einem Format gearbeitet, bei denen Schüler, Lehrer, Eltern und Unternehmen sich austauschen können. Projektleiterin Mechtild Wessling vom Wirtschaftsverband ist zuversichtlich, dass jede Seite bei diesem Austausch profitieren wird.


Quelle:
NOZ, 25.09.2018
Foto: Holger Keuper