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Ein Unternehmen wie jedes andere auch!

Wirtschaftsverband Emsland besucht Landwirtschaftsbetrieb Teepker in Handrup



Informierten sich über den landwirtschaftlichen Betrieb von Stefan und Matthias Teepker: Teilnehmer des Unternehmens-Stammtisches "Südliches Emsland".

Mehr als 13000 Schweine, 440.000 Hähnchen, 450 ha landwirtschaftliche Nutzfläche werden von 25 Beschäftigten und jährlich 100.000 eigens aus Portugal importierten Hummeln durch die Handruper Brüder Stefan und Matthias Teepker in deren landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet.

Als wäre dies nicht bereits genug, betreiben die Landwirte mehrere Biogas- und Photovoltaikanlagen, sowie je 2 Blockheizkraftwerke und Holzhackschnitzelanlagen. Auch nehmen Sie neben der Schweine- und Hähnchenmast eine Anzucht von Saatgut vor. „Uns wird nicht langweilig“ merkt Stefan Teepker leicht amüsiert an.

Gemeinsam mit seinem Bruder stellt er Teilnehmern des Unternehmer-Stammtisches „Südliches Emsland“, die der Einladung des Wirtschaftsverbandes Emsland gefolgt sind, den Betrieb, der sich inzwischen auf mehr als 12 Standorte verteilt, vor.

Ebenso wie viele kleine und mittelständische Unternehmen auch, plagt die Brüder vor allem ein Problem: Das des Fachkräftemangels. Jährlich bildet der Betrieb mindestens 2 Auszubildende in der Schweine- und Hähnchenmast  sowie im Ackerbau aus. „Es wird zunehmend schwierig, motivierte und qualifizierte Auszubildende zu finden“, merkt Stefan Teepker an. Er und sein Bruder sind als Ausbilder tätig. Um Nachwuchskräfte zu gewinnen, bieten sie den Jugendlichen viel: Neben der Vermittlung berufsbezogener Zusatzqualifikationen über die Ausbildung hinaus, binden die Brüder die Auszubildenden in das (Familien-)Leben auf dem Hof ein. Die Teilnahme am Essen ist ebenso selbstverständlich wie die Unterbringung auf dem Betriebsgelände.

„Es ist beeindruckend, welche Vielfalt Ihr Betrieb bietet“, hebt Franz-Josef Paus, Leiter des Unternehmer-Stammtisches-Süd hervor.  Matthias Teepker erklärt darauf „Es ist die Abwechslung, die uns reizt und antreibt. Die Konzentration auf ein Geschäftsfeld wäre uns zu wenig“. Nach und nach wurden so die Sparten des Betriebs erweitert.

„Inzwischen betreiben wir eine Saatgutvermehrung. Wir pflanzen auch Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben und Getreide an“, hebt Stefan Teepker hervor. Da die Bestäubung der Jungpflanzen besser durch Hummeln als durch Bienen gelingt, importieren die Brüder jährlich mehr als 100.000 Hummeln aus Portugal. „Ohne diese fleißigen Helfer würden wir die benötigte Menge an Saatgut nicht erreichen“, erklären die Brüder.

Der Betrieb ist so erfolgreich, da die Arbeitsvorgänge weitgehend standardisiert wurden. „Wir sind ein auditierter und zertifizierter Betrieb. Unsere Arbeitsabläufe wurden nach einheitlichen Standards und Qualitätskriterien klar definiert und aufeinander abgestimmt. Auch die Zusammenarbeit mit Dritten, wie z. B. Reinigungsfirmen etc., ist klar geregelt“, merkt Stefan Teepker stolz an. „Unseren Kunden ist wichtig, dass wir diese Standards einhalten. Wir verkaufen jährlich mehr als 3,4 Millionen Hähnchen.  Unsere Endabnehmer legen Wert auf eine gute Qualität der Ware aber auch auf die Einhaltung von Standards z. B. im Bereich Hygiene“, führt Teepker weiter aus.

Die Teilnehmer des Stammtisches zeigten sich beeindruckt von der Geschäftstüchtigkeit der Brüder. „Der Besuch des landwirtschaftlichen Betriebs machte uns sehr deutlich, dass ein Landwirt ebenso Unternehmer ist, wie beispielsweise ein Hersteller von Maschinen“, schloss Norbert Verst, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Emsland, die Führung durch den Betrieb ab.

Text und Foto:
Wirtschaftsverband Emsland, 21.09.2017