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Bischof: Das Emsland ist ein starkes Stück Bistum

Imposanter Vortrag beim Wirtschaftsverband Emsland



Zahlreiche Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Wirtschaft und Kirche sieht Bischof Franz-Josef Bode. Diese hat er in seinem Vortrag vor rund 200 Vertretern der emsländischen Wirtschaft in Lingen aufgezeigt.

Während der Mitgliederversammlung des Wirtschaftsverbandes Emsland in der Gaststätte Klaas sagte der 66-Jährige: „Die tiefe Verwurzelung auch im christlichen Menschenbild hat das Emsland entscheidend mitgeprägt.“ In der starken Identifikation der Menschen mit der Region liege der wirtschaftliche Erfolg mitbegründet. Er forderte die Wirtschaftsvertreter auf, diese „Werte an die nächste Generation zu übertragen“. Der Bischof versprach: „Dabei wollen wir als Kirche mithelfen.“ Denn schon jetzt sei das Emsland ein „starkes Stück unseres Bistums“.

Bode, seit 22 Jahren Oberhirte des Bistums, referierte zum Thema „Mut zum Führen - Mut zum Dienen.“ Nach seiner Ansicht sei es wichtig, dass „herausragende Persönlichkeiten sich mit einer Region identifizieren“. Diese starke Identifikation könne er im Emsland spüren. Hierin sieht er die Basis für die enorme Prosperität.

Papst Franziskus propagiere das „Miteinander der Kirche als neuen Führungsstil“. Auch in Unternehmen müsse man das Subsidiaritätsprinzip leben. Dabei sei eine Maxime: „Erkenne, was allen den größeren Nutzen bringt.“ Jeder Einzelne besitze eine Wertigkeit. Autorität und Führung impliziere, seine „Mitarbeiter nicht klein zu halten, sondern sie entfalten zu lassen“.

Weitere Parallelen zwischen emsländischer Wirtschaft und Kirche sieht Bode in der Personalsituation: „Sie haben keine Fachkräfte, wie haben keine Priester.“

Dabei ist das Bistum zugleich der größte Arbeitgeber in der Region mit 23.000 Beschäftigten, ob in Kirchengemeinden, Krankenhäusern, Schulen oder Kindertagesstätten. Bei den Pfarrern in den 227 Pfarrgemeinden seien „neue Führungsqualitäten“ gefragt. Dabei gehe es um „Kundenbetreuung“. So besuchten im Bistum 65.000 Menschen jeden Sonntag den Gottesdienst. Dies seien aber nur zwölf Prozent aller Katholiken. Die Kunst sei es, die „Marke für die anderen 88 Prozent erkennbar zu machen“. Hier komme der Medienarbeit und Digitalisierung eine wichtige Rolle zu. Auf diesem Sektor gibt es Parallelen zur neuen Standortoffensive des Landkreises und Wirtschaftsverbandes Emsland.

Quelle: NOZ, 20.05.2017
Text/Foto: Hermann-Josef Mammes