Beste Zukunftschancen für das Emsland
Prognos-Studie bescheinigt dem Landkreis eine Vorreiterrolle
„Das Emsland hat im Nordwesten Deutschlands
die Vorreiterrolle im Ranking der Regionen
übernommen", freut sich der Vorsitzende
des Wirtschaftsverbandes Emsland, Ludwig
Jansen über die Ergebnisse des „Zukunftsaltlas",
einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes
Prognos.
Der Zukunftsatlas 2010 - Deutschlands Regionen
im Zukunftswettbewerb - ist die Fortführung
und Aktualisierung der Zukunftsatlanten
2004 und 2007. Er gibt Auskunft über die Zukunftschancen
der 412 Kreise und kreisfreien
Städte in Deutschland. Der aus 29 Indikatoren
gebildete Zukunftsindex (Gesamtranking)
zeigt dabei die regionale Verteilung
der Zukunftschancen und -risiken innerhalb
Deutschlands auf. Eine Analyse der Indikatoren
nach den zwei Dimensionen „Stärke" und
Ausgabe 8/2010
„Dynamik" ermöglicht eine Differenzierung
des Rankings in die momentane Standortstärke
einerseits und die Entwicklung der Regionen
in den vergangenen Jahren andererseits.
Darüber hinaus werden themenorientierte
Auswertungen und Rankings in den Bereichen
„Demografie", „Arbeitsmarkt", „Soziale Lage
& Wohlstand" sowie „Wettbewerb & Innovation"
erstellt. Unter den 412 untersuchten
Städten und Kreisen erlangte das Emsland einen
beachtlichen 71. Rang und liegt damit im
Ranking vor dem Landkreis Osnabrück (176),
der Stadt Osnabrück (163), der Grafschaft
Bentheim (149), dem Landkreis Oldenburg
(135) und der Stadt Oldenburg (84). Keine
andere Region im Umkreis von 200 km hat
eine solche wirtschaftliche Potenz wie das
Emsland. Vor drei Jahren lag der Landkreis
Emsland noch auf Platz 141. „Dieses Ergebnis
zeigt eindeutig die hohe Innovationskraft der
emsländischen Unternehmen die aus eigener
Kraft im Zusammenspiel mit der regionalen
Politik ein solches Spitzenergebnis erzielt
haben", so Jansen. Hierbei habe der Wirtschaftsverband
Emsland durch seine Maßnahmen
und seine Mehrwertstrategie beigetragen.
Im Bereich Dynamik liegt der Landkreis
im bundesdeutschen Vergleich sogar auf Platz
vier. Mit vorne in der Bewertung liegen auch
die Werte Demografie und Arbeitsmarkt. So
liegt der Landkreis mit seiner demografischen
Entwicklung auf einem beachtlichen 28. Platz
und konnte im Vergleich zu 2007 12 Plätze gut
machen. Dieser Erfolg lasse sich laut Jansen
vor allem auf die Aktivitäten und Programme
der Emsländischen Familienstiftung zurückführen,
welche großen Anklang bei den Unternehmen
fände, um die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf zu ermöglichen. Greifen
würden laut Jansen auch die Arbeitsbeschaffungsprogramme
und die verstärkten Angebote
zur Aus- und Weiterbildung von Fach- undFührungskräften. So konnte der Landkreis in
Punkto Arbeitsmarkt ganze 67 Zähler aufsteigen
und belegt nun Platz 93. „Mit unserer oft
unkonventionellen pragmatischen Art Dinge
voranzutreiben, haben wir uns auch über die
Grenzen des Emslandes hinaus einen guten
Namen gemacht", so Jansen weiter. So sei
das Emsland nicht nur in Hannover bereits als
Modellregion bekannt. Der Lückenschluss A 31, der vierspurige Ausbau der E 233 und einige
weitere Projekte stünden für den „Emsländischen
Weg". Keiner solle sich Sorgen um das
gute Image der Region machen. Damit das auch
so bleibe, erarbeite der Arbeitskreis Image und
Kommunikation des Verbandes intensiv Strategien
und Konzepte, um die Marke Emsland noch
weiter zu stärken. Einen Grund in dem guten
Abschneiden bei der Prognos-Studie sieht der Unternehmer vor allem in der mittelständisch
geprägten Wirtschaft. Die Firmen hier im Emsland
seien innovativ und stellten sich flexibel
auf veränderte Marktbedingungen ein. Daher
seien viele Unternehmen von der Wirtschaftsund
Finanzkrise verschont geblieben. So stehe
das Emsland im Ratingwert „wirtschaftlicher
Stärke" noch vor Metropolen wie Berlin, Hildesheim,
Bremen oder Wilhelmshaven.
Zukunftsatlas 2010: Dynamik-Karte
Zukunftsatlas 2010: Gesamtkarte

Der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Emsland
und Unternehmer Ludwig Jansen freut sich über das
Ergebnis der Studie.

